„Die Stadtretter kommen“

Die Corona Pandemie hat das Sterben der Innenstädte massiv beschleunigt. Es droht massiver Leerstand, viele Einzelhändler kämpfen um ihre Existenz und selbst große Handelsunternehmen ziehen sich zurück.  Eine Belebung der Innenstädte erscheint unmöglich. Die Stadtretter-Initiative der Immovativ GmbH will dazu nun Lösungen aufzeigen. „Die Städte und Gemeinden in Deutschland stehen vor massiven Herausforderungen, die Verödung unserer Innenstädte droht“, heißt es in einer Mitteilung von Immovativ.

Viele Kommunen versuchen, diesen Trend mit unterschiedlichen Konzepten aufzuhalten und entgegenzuwirken. Am 2. Juni ging das Best-Practice Portal www.die-stadtretter.de online, um die Städte und Gemeinden bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen und einen interkommunalen Austausch anzubieten. Das Stadtretter-Netzwerk möchte Lösungen vorzustellen und die Vernetzung von Kommunen, Problemlösern und neuen Ideengebern ermöglichen.

Logo StadtretterDeutschlandweit werden Konzepte entwickelt, um der Krise entgegenzuwirken und Leerstand einzudämmen. Es gibt Initiativen, um den Einzelhandel in der Stadt und Gemeinde zu halten und neue Geschäfte oder Konzepte anzusiedeln. Kommunen helfen bei der Standortwahl, Unterstützung des Geschäftsbetriebes oder der Umsetzung neuer Geschäftsideen. Andernorts wird der stationäre Einzelhandel mit zahlreichen digitalen Shopsystemen unterstützt.

„Die vielen guten Ideen müssen schnell und einfach für alle Städte und Gemeinden zugänglich sein“, so Immovativ-Geschäftsführer Stefan Müller-Schleipen, der die Idee mit der Stadtretter Initiative jetzt umgesetzt hat. „Mit dieser zentralen Plattform wollen wir Lösungen vorstellen, und den Städten und Gemeinden sowie den Initiativen und Dienstleistern die Möglichkeit geben, voneinander zu lernen, sich auszutauschen und voneinander zu profitieren.“

Immovativ arbeitet schon seit längerem daran, Kommunen bei Leerstand mit digitalen Instrumenten zu unterstützen. Dazu wurde für Städte und Gemeinden ein sogenannter „Leerstandsmelder“ eingerichtet. „Mit diesem Onlinetool können Eigentümer leerstehende Immobilien oder drohenden Leerstand proaktiv an die Stadtverwaltung melden“, erklärt Stefan Müller-Schleipen. Mit einem digitalen Leerstandskataster können die verschiedenen Abteilungen einer Kommune, wie das Stadtmarketing, die Wirtschaftsförderung und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung dann zentral auf alle Informationen der Immobilie zugreifen, Nachnutzungen entwickeln und mit der Vermarktung beginnen, noch bevor die Immobilie leerfällt.

Städte, Gemeinden, Wirtschaftsförderer und Stadtmarketing-Agenturen können sich ab sofort auf www.die-stadtretter.de kostenfrei anmelden.

270.000 m² Logistik- und Gewerbefläche in München

VGP NV, ein in Antwerpen ansässiger Anbieter von Logistik- und Gewerbeimmobilien, und die Allianz haben ein 50:50-Joint-Venture zur Entwicklung des VGP Parks München gegründet. Darüber berichtet die „Deutsche-Verkehrs-Zeitung“ in ihrer Onlineausgabe. „Nach der vollständigen Erschließung wird der Park aus fünf Logistikgebäuden, zwei freistehenden Parkhäusern und einem Bürogebäude mit einer Gesamtmietfläche von circa 270.000 m² bestehen“, wird aus einer Presseerklärung zitiert.

Der Park ist an Krauss Maffei Technologies und BMW bereits vorvermietet. Derzeit befinden sich drei Gebäude und zwei Parkhäuser im Bau. Die Fertigstellung des ersten Gebäudes ist für August geplant. Weitere Gebäude sollen bis November 2022 übergeben werden.

100.000 m² Gewerbefläche in Potsdam

In Potsdam hat der Berliner Projektentwickler KW-Development zwei Grundstücke erworben. Errichtet werden sollen auf beiden Grundstücken zusammen rund 100.000 m² gewerblicher Mietfläche. In erster Linie entstehen Bürohäuser, gleich neben dem berühmten Filmpark Babelsberg.

Zunächst sollen auf einem 23.308 m² großen Grundstück fünf Neubauten mit jeweils fünf Geschossen entstehen.

KW-Development ist in Potsdam nach eigenen Angaben der flächenmäßig größte Gewerbeentwickler der Stadt. Auf sein Konto geht das Bürohaus in der Medienstadt in der August-Bebel-Straße mit über 7.100 m² Bürofläche, das Pentagon mit 5.300 m² sowie der Campus Babelsberg mit einem Zusammenspiel aus möblierten Apartments und Einzelhandel.

 

100.000 m² neue Gewerbefläche in Herford

In Herford brummt die Wirtschaft. So hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs seit 2010 um mehr als 15 Prozent auf fast 35.000 erhöht, die Gewerbesteuer hat 2019 mit 52 Mio. Euro einen neuen Rekord erreicht. Damit sich Unternehmen ansiedeln, will die Stadt zwei Gewerbegebiete um mindestens 100.000 m² erweitern. Denn aktuell stünden nur noch 70.000 m² Gewerbefläche zur Verfügung. Die Stadt hat aber seit 2014 etwa 96.000 m² vermarktet. Davon haben 20 Unternehmen profitiert, fünf davon haben sich neu in Herford angesiedelt.

Hamburger Logistik-Mietmarkt gibt um 27 Prozent nach

Die Realogis Immobilien Hamburg GmbH hat seinen neuen Report für den Top-Industrie- und Logistikmarkt Hamburg veröffentlicht. Demnach sind in den Monaten Januar bis Dezember 2019 am Logistikstandort Hamburg 360.000 qm Fläche von allen Marktteilnehmern umgesetzt worden. Damit hat die zu den infrastrukturell attraktivsten zählende Logistikregion Deutschlands um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr (490.000 qm) nachgegeben.

Wie im Vorjahreszeitraum stellt die Region Hamburg-Süd auch 2019 den größten Flächenumsatz. Hier haben die Standorte zwischen Neu-Wulmstorf im Südwesten und Geesthacht im Südosten der A1 mit 140.400 qm insgesamt 39 Prozent des Umsatzergebnisses akkumuliert. Im Vergleich zum Vorjahr (240.100 qm) bedeutet dieses jedoch eine Rückgang von 49 Prozent.

Auf dem zweiten Platz rangiert die Region Ost mit 33 Prozent (118.800 qm), deren Anteil im Vorjahresvergleich nahezu auf demselben prozentualen Niveau verblieben ist (34 Prozent, 166.600 qm).

Zugelegt hingegen hat die Region Nord zwischen Pinneberg und Ahrensburg, deren Anteil 2018 nur bei acht Prozent rangierte (39.200 qm) und deren Anteil auf 19 Prozent (68.400 qm) angestiegen ist.

Auf dem letzten Platz liegt wie im Vorjahr die Region West mit neun Prozent (32.400 qm).

„Beim Blick auf die Flächenabnehmer nach Branchen stechen die Logistikdienstleister in der Metropolregion Hamburg mit einem Anteil von knapp 57 Prozent bei einem Umsatz von 205.200 qm heraus“, heißt es im Bericht der Realogis Gruppe weiter. Es folgt der Handel mit 22 Prozent (79.200 qm). Produzierende Unternehmen stellen 14 Prozent (50.400 qm) der Flächenabnehmer.

Auf die Größenordnung zwischen 5.001 und 10.000 qm entfallen 39 Prozent (140.400 qm), gefolgt von der Größenklasse unter 3.000 qm (28 Prozent, 100.800 qm) und dem Segment zwischen 3.001 und 5.000 qm (25 Prozent, 90.000 qm). Einen Erdrutsch verzeichnet 2019 die Größenklasse ab 10.001 qm: Während sie im Vorjahreszeitraum mit 34 Prozent (166.600 qm) dominierte, ist in 2019 nur ein einziger Deal registriert worden (28.000 qm).