Hamburger Logistik-Mietmarkt gibt um 27 Prozent nach

Die Realogis Immobilien Hamburg GmbH hat seinen neuen Report für den Top-Industrie- und Logistikmarkt Hamburg veröffentlicht. Demnach sind in den Monaten Januar bis Dezember 2019 am Logistikstandort Hamburg 360.000 qm Fläche von allen Marktteilnehmern umgesetzt worden. Damit hat die zu den infrastrukturell attraktivsten zählende Logistikregion Deutschlands um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr (490.000 qm) nachgegeben.

Wie im Vorjahreszeitraum stellt die Region Hamburg-Süd auch 2019 den größten Flächenumsatz. Hier haben die Standorte zwischen Neu-Wulmstorf im Südwesten und Geesthacht im Südosten der A1 mit 140.400 qm insgesamt 39 Prozent des Umsatzergebnisses akkumuliert. Im Vergleich zum Vorjahr (240.100 qm) bedeutet dieses jedoch eine Rückgang von 49 Prozent.

Auf dem zweiten Platz rangiert die Region Ost mit 33 Prozent (118.800 qm), deren Anteil im Vorjahresvergleich nahezu auf demselben prozentualen Niveau verblieben ist (34 Prozent, 166.600 qm).

Zugelegt hingegen hat die Region Nord zwischen Pinneberg und Ahrensburg, deren Anteil 2018 nur bei acht Prozent rangierte (39.200 qm) und deren Anteil auf 19 Prozent (68.400 qm) angestiegen ist.

Auf dem letzten Platz liegt wie im Vorjahr die Region West mit neun Prozent (32.400 qm).

„Beim Blick auf die Flächenabnehmer nach Branchen stechen die Logistikdienstleister in der Metropolregion Hamburg mit einem Anteil von knapp 57 Prozent bei einem Umsatz von 205.200 qm heraus“, heißt es im Bericht der Realogis Gruppe weiter. Es folgt der Handel mit 22 Prozent (79.200 qm). Produzierende Unternehmen stellen 14 Prozent (50.400 qm) der Flächenabnehmer.

Auf die Größenordnung zwischen 5.001 und 10.000 qm entfallen 39 Prozent (140.400 qm), gefolgt von der Größenklasse unter 3.000 qm (28 Prozent, 100.800 qm) und dem Segment zwischen 3.001 und 5.000 qm (25 Prozent, 90.000 qm). Einen Erdrutsch verzeichnet 2019 die Größenklasse ab 10.001 qm: Während sie im Vorjahreszeitraum mit 34 Prozent (166.600 qm) dominierte, ist in 2019 nur ein einziger Deal registriert worden (28.000 qm).

50.000 m² in Düsseldorf

Am 27. September wurde die Fertigstellung des „SEGRO CityPark Düsseldorf“ mit insgesamt 50.000 m² Mietfläche gefeiert. Wie der Immobilienentwickler bekannt gab, ist der CityPark das Ergebnis der Revitalisierung eines rund zehn Hektar großen Geländes des Stahlbauunternehmens Hein, Lehmann & Co. Der Gewerbepark biete städtische Lager-, Produktions- und Freizeitflächen.

Zu den bisher 13 Nutzern des Parks zählen unter anderem DHL, der Elektrogroßhändler Sonepar, das Innovationscenter für 3D-Druck von EOS, der Trampolinpark Airhop und die Boulderhalle Superblock. Die Mieter haben vor Ort mehr als 500 Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt 13.000 m² stehen für weitere Unternehmen zur Verfügung, die in Einheiten von 800 bis 7.000 m² aufteilbar sind.

Neben dem nun fertiggestellten CityPark Düsseldorf bietet der „SEGRO Park Düsseldorf-Süd“ an der Bonner Straße weiteres Entwicklungspotenzial. Aktuell werden dort weitere 15.300 m² fertiggestellt, sodass das Areal insgesamt rund 56.000 m² Mietfläche bietet.

Neue Gewerbeflächen in Bad Hersfeld

Die Stadt Bad Hersfeld plant die Entwicklung weiterer Gewerbeflächen im Osten des Stadtgebietes. Die rund 3,5 Hektar große Fläche befindet sich zwischen der Leinenweberstraße/Rudolf-Grenzebach-Straße und der Bundesautobahn BAB 4 im Stadtteil Hohe Luft. Sie grenzt unmittelbar an den Geltungsbereich des schon bestehenden Bebauungsplans „Gewerbepark Hohe Luft“, in dem unter anderem die Flächen der ehemaligen amerikanischen Kaserne oder etwa die Unternehmen TLT-Turbo und Grenzebach BSH liegen.

Das geplante Gewerbegebiet wurde bisher als Weidefläche sowie als Betriebsfläche landwirtschaftlich genutzt. Das nach Westen abfallende Gelände wird zur besseren Nutzbarkeit durch Erdbauarbeiten nivelliert und profiliert werden; eine Terrassierung ist mit Bodenmaterial aus benachbarten Vorhaben möglich. Die Erschließung erfolgt über einen Anschluss an die bestehende Leinenweberstraße.

Für die zukünftige Gewerbefläche wird nun ein Bebauungsplan „Gewerbepark Helfersgrund – Hohe Luft“ aufgestellt.

In Schwelm fehlen 25.000 m² Gewerbefläche

Schwelm in Nordrhein-Westfalen ist als Wirtschaftsstandort beliebt. Nun schlägt Simon Nowack, seit Januar 2019 Wirtschaftsförderer der Stadt Schwelm, Alarm: „Ich könnte Interessenten für gut 250.000 Quadratmeter Gewerbeflächen-Grundstücke aus dem Hut zaubern – alles interessante Unternehmen, die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bringen würden.“ Nur leider sind Gewerbeflächen in der Kreisstadt Mangelware. Aktuell liegen dem Rathaus 28 Anfragen vor. Gefragt sind Flächengrößen zwischen 1.000 und 90.000 Quadratmetern.

Schwelm ist nun seit wenigen Tagen Mitglied im Flächenpool NRW. Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock hat bei einem Besuch von Franz Meiers, Geschäftsführer des Landesentwicklungsgesellschaft NRW-Urban, im Rathaus die entsprechende Vereinbarung mit dem Land unterzeichnet. Schwelm ist damit eine von zwölf Städten und Gemeinden, die im Rahmen des fünften Auswahlverfahrens in den Flächenpool NRW aufgenommen wurde. Bis zu vier Flächen könnten so in den kommenden fünf Jahren entwickelt werden. Die Kreisstadt macht den Anfang mit einem geplanten neuen Gewerbegebiet mit rund 40.000 Quadratmetern, ausgelegt für „mittelständiges Kleingewerbe“.