Stadtretter und Deutsche Messe kooperieren für Real Estate Arena 2021 in Hannover

Foto: Shutterstock/Deutsche Messe

Welche Auswirkungen haben die Corona-Krise, Verkehrswende, Digitalisierung oder Klimawandel auf die Innenstadt der Zukunft? Wie können Innenstädte künftig gestaltet werden, damit sie auch in Zukunft noch ein spannender und attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum sind? Um Antworten auf diese und weitere Frage liefern zu können, startet die Initiative „Die Stadtretter“ gemeinsam mit der Deutschen Messe eine Innovationspartnerschaft für die Real Estate Arena 2021 in Hannover. Dort sollen innovative Lösungskonzepte für die Innenstädte entworfen, präsentiert und diskutiert werden.

„Die Zukunft unserer Innenstädte liegt uns am Herzen“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG. „Wir haben gemeinsam mit den Stadtrettern dieses Thema als eine tragende inhaltliche Säule unseres neuen Messekonzeptes, der Real Estate Arena im Mai 2021 in Hannover identifiziert und möchten dort Lösungen zu präsentieren, die Städte und Gemeinden fit für die Zukunft machen.“

Das im Juni 2020 gestartete Online-Netzwerk „Die Stadtretter“ entstand mit dem Ziel, die Innenstädte zu stärken und neue Innenstadt-, Einzelhandels- und Dienstleistungskonzepte auf kommunaler Ebene zu etablieren. Die digitale Plattform dient dem deutschlandweiten Austausch zwischen Städten und Gemeinden, Bestandshaltern, Projektentwicklern, Einzelhandel, Wirtschaftsunternehmen und Lösungsanbietern. Seit dem Start Anfang Juni sind bereits weit über 300 Mitglieder beigetreten. „Unsere Mitglieder kommen aus allen Teilen Deutschlands. Aus eigener Erfahrung kennen sie die Herausforderungen, vor denen die Innenstädte stehen“, erklärt Stadtretter-Mitgründer Stefan Müller-Schleipen. „Und sie können im Stadtretter Netzwerk von eigenen Best-Practice-Beispielen berichten, mit denen sie diesen Herausforderungen begegnen“, ergänzt Stadtretter-Mitinitiator Bo Nintzel.

Neues Gewerbe- und Logistikzentrum im Niedersachsenpark

Mit „Varus Park“ soll Ende 2021 ein Gewerbe- und Logistikzentrum im Niedersachsenpark, dem größten interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiet Niedersachsens, in Betrieb genommen werden. Das Immobilienunternehmen Peper & Söhne entwickelt hier auf einem 2,8 Hektar großen Grundstück eine Multi-User-Halle mit ca. 12.000 qm Gesamtfläche und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten, die durch das Bauunternehmen Goldbeck realisiert wird. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2021 avisiert.

Zukünftige Mieter sollen die rund acht Meter hohen Hallen- und Logistikflächen im vierten Quartal 2021 beziehen können. Die Flächen sind ab rund 900 qm teilbar – jede Einheit verfügt über mindestens eine ebenerdige Zufahrt. Das Gebäude wird mit drei Tiefhöfen mit insgesamt zehn Überladebrücken ausgestattet. Der Hallenboden kann mit mehr als fünf Tonnen pro Quadratmeter belastet werden. Der geplanten Bürofläche mit 745 qm kommt die Tageslichtversorgung innerhalb des Logistikzentrums zugute. „Die Immobilie soll vor allem auch eine Adresse für Nutzer werden, die in der Region mittelgroße Flächen zwischen 900 und 4.050 qm für Gewerbe-, Logistik- oder Transportdienstleistungen suchen“, berichtet Christoph Peper, geschäftsführender Gesellschafter bei der Peper & Söhne Projekt GmbH.

Der Niedersachsenpark verfügt über eine Gesamtfläche von 412 ha, davon 200 ha Industriefläche. Mit der direkten Lage an der Autobahn A1, Abfahrt  67 Neuenkirchen-Vörden, und der Nähe zum Kreuz Osnabrück/Lotte (BAB 30) ist eine optimale Nord-Süd sowie Ost-West-Anbindung des Standorts gewährleistet.

„Die Stadtretter kommen“

Die Corona Pandemie hat das Sterben der Innenstädte massiv beschleunigt. Es droht massiver Leerstand, viele Einzelhändler kämpfen um ihre Existenz und selbst große Handelsunternehmen ziehen sich zurück.  Eine Belebung der Innenstädte erscheint unmöglich. Die Stadtretter-Initiative der Immovativ GmbH will dazu nun Lösungen aufzeigen. „Die Städte und Gemeinden in Deutschland stehen vor massiven Herausforderungen, die Verödung unserer Innenstädte droht“, heißt es in einer Mitteilung von Immovativ.

Viele Kommunen versuchen, diesen Trend mit unterschiedlichen Konzepten aufzuhalten und entgegenzuwirken. Am 2. Juni ging das Best-Practice Portal www.die-stadtretter.de online, um die Städte und Gemeinden bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen und einen interkommunalen Austausch anzubieten. Das Stadtretter-Netzwerk möchte Lösungen vorzustellen und die Vernetzung von Kommunen, Problemlösern und neuen Ideengebern ermöglichen.

Logo StadtretterDeutschlandweit werden Konzepte entwickelt, um der Krise entgegenzuwirken und Leerstand einzudämmen. Es gibt Initiativen, um den Einzelhandel in der Stadt und Gemeinde zu halten und neue Geschäfte oder Konzepte anzusiedeln. Kommunen helfen bei der Standortwahl, Unterstützung des Geschäftsbetriebes oder der Umsetzung neuer Geschäftsideen. Andernorts wird der stationäre Einzelhandel mit zahlreichen digitalen Shopsystemen unterstützt.

„Die vielen guten Ideen müssen schnell und einfach für alle Städte und Gemeinden zugänglich sein“, so Immovativ-Geschäftsführer Stefan Müller-Schleipen, der die Idee mit der Stadtretter Initiative jetzt umgesetzt hat. „Mit dieser zentralen Plattform wollen wir Lösungen vorstellen, und den Städten und Gemeinden sowie den Initiativen und Dienstleistern die Möglichkeit geben, voneinander zu lernen, sich auszutauschen und voneinander zu profitieren.“

Immovativ arbeitet schon seit längerem daran, Kommunen bei Leerstand mit digitalen Instrumenten zu unterstützen. Dazu wurde für Städte und Gemeinden ein sogenannter „Leerstandsmelder“ eingerichtet. „Mit diesem Onlinetool können Eigentümer leerstehende Immobilien oder drohenden Leerstand proaktiv an die Stadtverwaltung melden“, erklärt Stefan Müller-Schleipen. Mit einem digitalen Leerstandskataster können die verschiedenen Abteilungen einer Kommune, wie das Stadtmarketing, die Wirtschaftsförderung und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung dann zentral auf alle Informationen der Immobilie zugreifen, Nachnutzungen entwickeln und mit der Vermarktung beginnen, noch bevor die Immobilie leerfällt.

Städte, Gemeinden, Wirtschaftsförderer und Stadtmarketing-Agenturen können sich ab sofort auf www.die-stadtretter.de kostenfrei anmelden.

270.000 m² Logistik- und Gewerbefläche in München

VGP NV, ein in Antwerpen ansässiger Anbieter von Logistik- und Gewerbeimmobilien, und die Allianz haben ein 50:50-Joint-Venture zur Entwicklung des VGP Parks München gegründet. Darüber berichtet die „Deutsche-Verkehrs-Zeitung“ in ihrer Onlineausgabe. „Nach der vollständigen Erschließung wird der Park aus fünf Logistikgebäuden, zwei freistehenden Parkhäusern und einem Bürogebäude mit einer Gesamtmietfläche von circa 270.000 m² bestehen“, wird aus einer Presseerklärung zitiert.

Der Park ist an Krauss Maffei Technologies und BMW bereits vorvermietet. Derzeit befinden sich drei Gebäude und zwei Parkhäuser im Bau. Die Fertigstellung des ersten Gebäudes ist für August geplant. Weitere Gebäude sollen bis November 2022 übergeben werden.

100.000 m² Gewerbefläche in Potsdam

In Potsdam hat der Berliner Projektentwickler KW-Development zwei Grundstücke erworben. Errichtet werden sollen auf beiden Grundstücken zusammen rund 100.000 m² gewerblicher Mietfläche. In erster Linie entstehen Bürohäuser, gleich neben dem berühmten Filmpark Babelsberg.

Zunächst sollen auf einem 23.308 m² großen Grundstück fünf Neubauten mit jeweils fünf Geschossen entstehen.

KW-Development ist in Potsdam nach eigenen Angaben der flächenmäßig größte Gewerbeentwickler der Stadt. Auf sein Konto geht das Bürohaus in der Medienstadt in der August-Bebel-Straße mit über 7.100 m² Bürofläche, das Pentagon mit 5.300 m² sowie der Campus Babelsberg mit einem Zusammenspiel aus möblierten Apartments und Einzelhandel.